Kurz gesagt
- Du diktierst oder tippst einen Gedanken. Mehr ist nicht zu tun — kein Formular, keine Kategorie.
- Dagomi fasst ihn zusammen, ordnet ihn ein und nutzt ihn später in Entwürfen und Anknüpfungen.
- Der Originaltext bleibt beim Autor. Freigegeben wird höchstens die Zusammenfassung — und nur, wenn du es willst.
Warum der Originaltext nie das Haus verlässt
Ein Wissensspeicher, in den alle hineinsehen können, wird nicht gefüllt. Wer weiß, dass die Geschäftsführung jeden hingesprochenen Halbsatz mitliest, formuliert vorsichtig — und schreibt am Ende gar nichts mehr auf. Damit ist der Speicher wertlos.
Deshalb ist die Regel hier eindeutig und ohne Ausnahme: Den Originaltext sieht ausschließlich die Person, die ihn erfasst hat. Nicht Kolleg:innen, nicht die Geschäftsführung, auch nicht im Einrichtungsbereich. Was Dagomi weitergibt, ist höchstens die Zusammenfassung — und auch die nur, wenn der Autor sie ausdrücklich freigibt.
Privat heißt nicht wirkungslos
Ein privater Gedanke arbeitet trotzdem. Er fließt in deine Entwürfe und in die Anknüpfungspunkte, die Dagomi dir vorschlägt — nur eben ausschließlich für dich. Der Unterschied zwischen privat und freigegeben ist also nicht „wird genutzt“ gegen „wird nicht genutzt“, sondern „nur bei mir“ gegen „auch bei den Kolleg:innen“.
Das Vorbild ist der private Termin im Kalender: Er blockiert deine Zeit ganz normal, aber niemand sieht, worum es geht.
Vier Arten von Wissen — und was sie dürfen
Dagomi sortiert jeden Gedanken in eine von vier Schubladen: Fachwissen (Fakten, Vorgehen, Zahlen), Haltung (Meinung, Standpunkt), Erfahrung (erlebte Fälle) und Zum Kunden (etwas über einen konkreten Kunden). Diese Einordnung ist keine Kosmetik, sondern entscheidet über die Verwendung.
Nur Fachwissen darf eine Kundenfrage direkt beantworten. Eine Haltung tut das nie — sie fließt ausschließlich in Entwürfe, die du vorher liest und freigibst. Damit kann keine persönliche Meinung ungeprüft bei einem Kunden landen.
Woraus später eine Anknüpfung wird
Der eigentliche Zweck zeigt sich Wochen später. Wenn Dagomi vorschlägt, sich bei einem stillen Kunden zu melden, sucht es zuerst nach einem echten Aufhänger — und findet ihn in deinen Gedanken. Aus „Er fährt im Sommer wieder an die Ostsee segeln“ wird eine kurze, persönliche Nachricht, die nichts verkauft.
Findet Dagomi keinen solchen Aufhänger, schlägt es nichts vor. Diese Regel ist bewusst hart: Lieber keine Nachricht als eine, die nach Serienbrief klingt.
So gehst du vor
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Gedanken diktieren statt tippen
Klick auf „+ Erfassen“ und wechsle auf den Reiter „Gedanke“. Am Handy nimmst du das Mikrofon der Tastatur, am PC die Windows-Taste zusammen mit H. Sprich einfach drauflos — Halbsätze reichen.
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Zuordnen, wenn es zu jemandem gehört
Ging es um einen bestimmten Kunden, wähle ihn aus. Sind dort Ansprechpartner gepflegt, kannst du zusätzlich die Person angeben, mit der du gesprochen hast — eine spätere Anknüpfung geht dann an genau sie und nicht an irgendwen im Haus.
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Einordnung abwarten
Der Gedanke erscheint sofort in deiner Liste, zunächst mit dem Hinweis „wird eingeordnet“. Innerhalb weniger Minuten stehen Titel, Zusammenfassung und Kategorie da. Klappt es einmal nicht, sagt Dagomi das ehrlich und du kannst es erneut anstoßen — dein Originaltext geht nie verloren.
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Entscheiden: privat oder fürs Team
Jeder neue Gedanke ist zunächst privat. Auf der Karte schaltest du ihn mit einem Klick fürs Team frei — dann sehen Kolleg:innen die Zusammenfassung, nie den Originaltext. Rückgängig machen geht jederzeit, und die Einordnung bleibt dabei erhalten.
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Bei Fachwissen die Kundenfreigabe prüfen
Unter der Karte steht „darf Kundenfragen direkt beantworten“. Bei Fachwissen ist das sinnvoll und meist schon gesetzt. Bei Meinungen und persönlichen Beobachtungen lässt du es aus.
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Veraltetes stilllegen statt löschen
Stimmt ein Gedanke nicht mehr, wähle „Nicht mehr verwenden“. Er bleibt dann erhalten, wird aber nicht mehr herangezogen. Endgültig löschen kannst du natürlich auch — beides nur als Autor.
Gut zu wissen
- Bearbeiten und Löschen kann ausschließlich der Autor. Der Versuch, an einem fremden Gedanken etwas zu ändern, wird serverseitig abgewiesen — nicht nur in der Oberfläche ausgeblendet.
- Im Bereich Einrichtung → „Team-Wissen“ steht ausschließlich Freigegebenes, und auch dort nur als Zusammenfassung. Privates taucht dort nie auf, auch nicht für die Geschäftsführung.
- Gedanken lösen nichts von selbst aus. Sie verschicken keine Mail und erzeugen keinen Vorschlag ohne dein Zutun — sie liegen bereit, bis du etwas anstößt.
Häufige Fragen
Sieht mein Chef, was ich diktiert habe?
Nein. Den Originaltext sieht ausschließlich die Person, die ihn erfasst hat — unabhängig von der Rolle. Auch die Geschäftsführung sieht im Bereich „Team-Wissen“ nur die Zusammenfassungen der Gedanken, die ihre Verfasser ausdrücklich freigegeben haben. Privates erscheint dort überhaupt nicht.
Wird ein privater Gedanke überhaupt benutzt?
Ja, vollständig — aber nur für dich. Er fließt in deine Entwürfe und in die Anknüpfungspunkte, die Dagomi dir vorschlägt. Kolleg:innen bekommen davon nichts zu sehen und auch nichts zu spüren.
Muss ich eine Kategorie auswählen?
Nein. Erfassen ist bewusst so billig wie möglich gehalten: ein Textfeld, sonst nichts. Titel, Zusammenfassung und Kategorie ergänzt Dagomi im Hintergrund. Alles, was beim Festhalten Aufwand macht, wird im Alltag nicht gemacht.
Kann Dagomi meine Meinung an einen Kunden schicken?
Nicht ohne dich. Eine Haltung darf nie eine Kundenfrage direkt beantworten — sie fließt ausschließlich in Entwürfe, die du vorher liest und freigibst. Nur Fachwissen kann, wenn du es freigibst, direkt in eine Antwort einfließen.
Was passiert mit meinen Gedanken, wenn ich das Unternehmen verlasse?
Was du freigegeben hast, bleibt dem Team als Zusammenfassung erhalten — dafür ist die Freigabe da. Deine privaten Originaltexte bleiben an dein Konto gebunden und werden nicht an andere übertragen.
