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Angebot schreiben: Aufbau, Inhalt und ein Gerüst zum Ausfüllen

Kurze Antwort

Ein Angebot wird angenommen, wenn der Kunde in den ersten drei Zeilen erkennt, dass sein Anliegen verstanden wurde — nicht wenn es vollständig ist. Beginne deshalb mit einem Satz zu seinem Vorhaben, dann die Leistung in klarer Sprache, dann Preis, Gültigkeit und ein einziger nächster Schritt.

Die meisten Angebote scheitern nicht am Preis, sondern daran, dass sie wie ein Formular klingen. Dieser Beitrag zeigt den Aufbau, der funktioniert, und gibt dir ein Gerüst, das du in zehn Minuten füllen kannst.

Die richtige Reihenfolge

Der häufigste Aufbaufehler ist, mit sich selbst anzufangen. „Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Unternehmen" ist die Zeile, an der die Aufmerksamkeit zum ersten Mal absinkt — und man bekommt sie nicht zurück.

Die Reihenfolge, die funktioniert, dreht das um: erst der Kunde, dann die Lösung, dann der Preis, dann der Schritt. Der erste Satz wiederholt sein Vorhaben in seinen Worten. Damit ist die wichtigste Frage beantwortet, bevor sie gestellt wird: Hat der überhaupt verstanden, worum es mir geht?

Erst danach interessiert, was du anbietest. Und erst ganz am Ende, was es kostet — nicht weil man den Preis verstecken soll, sondern weil er ohne Kontext immer zu hoch wirkt.

Klar schreiben statt vollständig

Ein Angebot ist kein Vertrag. Es muss den Kunden zu einer Entscheidung befähigen, nicht jede Eventualität abdecken. Wer zwölf Positionen auflistet, wo drei reichen, erzeugt keine Sicherheit, sondern Aufwand — und Aufwand verschiebt Entscheidungen.

Besonders teuer ist Fachsprache. „Vor-Ort-Analyse der Ist-Situation inkl. Dokumentation der Prozesslandschaft" sagt einem Handwerksmeister nichts. „Ich komme vorbei, schaue mir an, wie es bei euch läuft, und schreibe auf, wo es hakt" sagt ihm alles.

Ein guter Test: Würdest du diesen Satz am Telefon so sagen? Wenn nicht, gehört er nicht ins Angebot.

Was den Preis leichter macht

Der Preis wirkt nie für sich, sondern immer im Verhältnis zu dem, was daneben steht. Deshalb hilft es, direkt darunter aufzuzählen, was enthalten ist — nicht als Rechtfertigung, sondern als Bild vom Umfang.

Zwei Dinge helfen zusätzlich. Eine Gültigkeit gibt der Entscheidung einen natürlichen Rahmen, ohne Druck zu erzeugen: „Gültig bis 31.08." ist sachlich, „nur noch diese Woche" ist Verkaufstaktik und wird als solche erkannt.

Und eine zweite Variante, wenn sie ehrlich ist. Wer eine kleinere und eine größere Fassung anbietet, verschiebt die Frage von „ja oder nein" zu „welche" — das ist die freundlichere Frage. Aber nur, wenn beide Varianten wirklich sinnvoll sind. Drei Varianten sind eine zu viel.

Der nächste Schritt

Am Ende jedes Angebots steht genau eine Handlung. Nicht drei Möglichkeiten, sondern eine: „Sag mir kurz Bescheid, dann halte ich die Woche vom 15. für euch frei."

Wer stattdessen mit „Bei Fragen stehen wir gern zur Verfügung" schließt, hat den Ball beim Kunden gelassen, ohne ihm zu sagen, was er damit tun soll. Genau dort bleiben Angebote liegen.

Gerüst zum Ausfüllen

Dieses Gerüst funktioniert für Handwerk, Dienstleistung und Beratung gleichermaßen. Alles in eckigen Klammern ersetzen, alles Übrige darf so stehen bleiben.

Angebot: [kurze Bezeichnung des Vorhabens]

Hallo [Name],

du willst [sein Vorhaben in einem Satz, in seinen Worten]. Genau dafür ist das hier gedacht.

WAS ICH MACHE
[Zwei bis vier Sätze in klarer Sprache. Was passiert, in welcher Reihenfolge, wie lange dauert es.]

WAS DABEI HERAUSKOMMT
- [konkretes Ergebnis 1]
- [konkretes Ergebnis 2]
- [konkretes Ergebnis 3]

PREIS
[Betrag] [zzgl. / inkl. MwSt.]
Enthalten sind: [Aufzählung in einer Zeile]
Nicht enthalten: [falls nötig — nur wenn es sonst zu Missverständnissen kommt]

GÜLTIG BIS
[Datum]

NÄCHSTER SCHRITT
[Ein einziger Satz, was der Kunde jetzt tun soll — und was du dann tust.]

Viele Grüße
[Dein Name]

Wenn du zwei Varianten anbietest, wiederhole nur die Blöcke „Was ich mache“ und „Preis“. Alles andere bleibt einmal stehen — sonst wird aus dem Angebot ein Katalog.

Häufige Fragen

Was muss in einem Angebot stehen?

Inhaltlich: das Vorhaben des Kunden, die Leistung in klarer Sprache, der Preis mit dem, was enthalten ist, eine Gültigkeit und ein nächster Schritt. Formal kommen je nach Land und Rechtsform Pflichtangaben hinzu — Firmierung, Anschrift, Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Diese gehören ans Ende, nicht an den Anfang.

Wie lang sollte ein Angebot sein?

Eine Seite reicht in den allermeisten Fällen. Länge erzeugt keine Sicherheit, sondern Aufwand — und Aufwand verschiebt Entscheidungen. Wenn es zwingend länger wird, gehört das Wesentliche trotzdem auf die erste Seite.

Soll man den Preis im Angebot nach oben oder nach unten setzen?

Nach unten, aber gut sichtbar. Ein Preis ohne Kontext wirkt immer zu hoch; steht darüber, was dafür passiert, bewertet der Kunde ihn im Verhältnis. Verstecken sollte man ihn nicht — wer suchen muss, wird misstrauisch.

Wie viele Varianten sind sinnvoll?

Eine oder zwei. Zwei verschieben die Frage von „ja oder nein" zu „welche", was leichter zu beantworten ist. Ab drei Varianten kippt es: Der Kunde vergleicht dann nicht mehr, sondern verschiebt die Entscheidung.

Wie lange sollte ein Angebot gültig sein?

Zwei bis vier Wochen sind üblich und wirken sachlich. Kürzere Fristen wirken als Druckmittel, längere nehmen der Entscheidung jeden Rahmen. Wichtig ist, dass überhaupt ein Datum dasteht.

Womit Dagomi hier hilft

Dagomi erstellt aus einer Anfrage in Sekunden ein Angebot in dieser Struktur — mit deinen Leistungen, deiner Preislogik und deinem Logo, als teilbarer Link mit Öffnungs-Tracking. Du liest es durch, änderst bei Bedarf zwei Sätze und gibst es frei.

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Zuletzt aktualisiert: 28.07.2026

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